| IBAN in Österreich – Das Wichtigste auf einen Blick | |
|---|---|
| Länge | 20 Zeichen |
| Aufbau | AT + 2 Prüfziffern + 5 Stellen BLZ + 11 Stellen Kontonummer |
| Länderkürzel | AT (für Austria/Österreich) |
| Pflicht seit | 1. August 2014 |
| SEPA-Raum | Single Euro Payments Area – einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum |
IBAN-Rechner
IBAN validieren oder aus Kontonummer generieren
Mit oder ohne Leerzeichen eingeben
5 Stellen
11 Stellen (mit führenden Nullen)
Hinweis: Die IBAN setzt sich zusammen aus: Ländercode (2 Buchstaben) + Prüfziffer (2 Ziffern) + Bankleitzahl + Kontonummer. In Österreich hat die IBAN immer 20 Zeichen.
Die IBAN sorgt bei den meisten Menschen nicht gerade für reinste Freude: Die sperrige, 20-stellige Identifikationsnummer kann sich so gut wie niemand merken, außerdem erscheint sie noch immer ein bisschen wie ein Fremdkörper neben der guten alten Kontonummer. In diesem Artikel möchten wir Sie ein wenig vertrauter machen mit diesem Konstrukt und Ihnen dabei helfen, sich eine IBAN selbst zu errechnen.
Die Funktionsweise eines IBAN-Rechners
Die IBAN ist noch immer eng gekoppelt an die altbekannte Kontonummer und die zugehörige Bankleitzahl, darum lässt sie sich auch mithilfe dieser beiden Zahlenfolgen ermitteln. Ein digitaler IBAN-Rechner für Österreich sorgt dafür, dass dieser Schritt schnell und bequem über die Bühne geht, er dient aber auch zur Prüfung bereits vorhandener Nummern. Um ihn zu nutzen, müssen Sie die genannten beiden Komponenten – Bankleitzahl und Kontonummer – eingeben. Nur so gelingt die Kalkulation! Das Ergebnis beginnt in unserem Land immer mit AT, darauf folgt eine ganze Zahlenkolonne.
So funktioniert die IBAN-Berechnung für Österreich
Greifen wir uns einmal ein Beispiel heraus, um eine IBAN-Berechnung zu simulieren. Dafür analysieren wir zuerst kurz, wie sich die IBAN konkret zusammensetzt: Am Anfang steht wie gesagt das Länderkürzel mit seinen zwei Buchstaben, in diesem Fall AT. Danach folgen zwei Prüfziffern, die den Banken zur Kontrolle dienen. Daran schließen sich 5 Stellen aus der Bankleitzahl an. Am Schluss sehen wir 11 Ziffern aus der betreffenden Kontonummer.
Hier das konkrete Beispiel mit Fantasiezahlen:
AT 13 33450 00028475930
- AT steht für Österreich
- 13 sind die Prüfziffern
- 33450 stammt aus der Bankleitzahl
- 00028475930 stammt aus der Kontonummer
Tipp: Schauen Sie sich jetzt einmal Ihre eigene IBAN an und vergleichen Sie diese mit Ihrer Kontonummer und Ihrer Bankleitzahl! Erkennen Sie das Schema? Im Grunde genommen ganz einfach, oder?
Informationen zur Nutzung des IBAN-Rechners: Unser IBAN-Rechner arbeitet auf der Grundlage einer Standardmethode, die sich Modulo 97 nennt. Mit ihr lassen sich IBANs schnell und sicher erstellen. Wir als Anbieter übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der erzeugten Daten.
Wer stellt die IBAN zusammen?
Jedes Bankinstitut stellt seine IBAN selbst zusammen, alles andere ist ungesetzlich. Die Bankleitzahl und die Kontonummer werden auf verschiedene Art und Weise miteinander verknüpft, sodass sich kein absolut verlässliches Muster ergibt. Auch die Prüfziffern teilt die Bank selbstständig ein.
Bei elektronischen Zahlungen wird die IBAN in einzelne Zahlenblöcke geteilt, das fördert die Übersichtlichkeit. Immer vier Ziffern stehen dicht beieinander, dazwischen liegt eine Leerstelle. Auf einem analogen Überweisungsformular hingegen gibt es keine Leerzeichen zwischen den Ziffern, hier verschmilzt die IBAN zu einer einzigen Kolonne. Unternehmen entscheiden sich oft dafür, auch ihre analogen Rechnungen mit einzelnen Zahlenblöcken zu gestalten, damit ihre Kunden es einfacher haben.
Die wichtigsten Fakten zur IBAN
Die IBAN wurde in Europa natürlich nicht ohne Grund eingeführt, sie bildet einen essenziellen Bestandteil des EU-weiten und internationalen Zahlungsverkehrs. Mit ihr lassen sich sämtliche Euro-Konten auf direktem Weg erreichen, wohingegen die alte Version mit Bankleitzahl und Kontonummer sehr viel komplizierter war. Seit August 2014 sind sämtliche österreichischen Zahlungsaufträge ausschließlich mit IBAN durchzuführen, ergänzt von der BIC, dem internationalen Schlüssel, um Kreditinstitute klar zu identifizieren. Der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum, auch Single Euro Payments Area (SEPA) genannt, wurde bereits etwas früher ins Leben gerufen, nämlich am 1. Februar 2014. Die Übergangszeit bis zum Sommer erleichterte die Umstellung.
Doch die IBAN ist noch älter als SEPA, sie stammt ursprünglich aus den USA und nennt sich in der Langversion: International Bank Account Number. Sie sorgt dafür, dass die Bankidentifikation nun in einem Rutsch mit der Kontoidentifikation erfolgen kann und keine zwei Schritte mehr nötig sind. Die IBAN soll auch die Automatisierung der Buchungen erleichtern, und das weltweit. Sie schaltet bisherige Fehlerquellen aus, um so einen reibungslosen Datenaustausch zu ermöglichen. Nicht nur die Banken, sondern auch der ganz normale Privatmensch soll davon profitieren. Doch bei Letzterem kommt die Freude darüber nicht immer an, da es nicht immer einfach ist, die lange Nummer korrekt zu handhaben. Mit einem IBAN-Rechner wird es sehr viel leichter – und bequemer.
Tipp: Per Online-Banking fahren Sie besser, vor allem was die IBAN betrifft: Im handschriftlichen Zahlungsverkehr drohen immer wieder Zahlendreher, doch auf dem Rechner können Sie die Ziffernfolge einfach aus den digitalen Rechnungen oder aus dem IBAN-Rechner ins virtuelle Überweisungsformular kopieren. So geht garantiert nichts schief!
Wo finde ich meine eigene IBAN?
Sie sind sich nicht schlüssig, wie Ihre eigene IBAN lautet? Keine Sorge, die Nummer ist an verschiedenen Stellen zu finden, sodass Sie nur kurz nachschauen müssen:
- Auf Ihren gedruckten Kontoauszügen
- In Ihrem Online-Banking
- Auf der Rückseite Ihrer Bankkarte
Es gibt also keinen Grund, den IBAN-Rechner anzuwerfen, um die eigene Nummer herauszufinden.
In diesen Ländern werden IBANs verwendet
Von den USA ging zwar der Startschuss zur Einführung des IBAN-Systems aus, trotzdem hat es sich in Übersee noch nicht etabliert. In der EU allerdings gehört die IBAN zum ganz normalen Tagesgeschäft, hier ist sie zur Pflicht geworden. Außerhalb der Europäischen Union nehmen noch nicht viele Länder an diesem Zahlungsprojekt teil, doch allmählich wächst ihre Zahl an. Die in Belgien ansässige Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications, kurz S.W.I.F.T. genannt, hat im Jahr 2007 die Koordinierung des Systems übernommen, bei ihr gehen sämtliche Code-Registrierungen ein.
Sind die IBANs immer gleich lang?
Inzwischen sind auch Länder wie die Dominikanische Republik, Costa Rica, Gibraltar, Jordanien, Ukraine und die Seychellen mit an Bord. Auch Mauretanien, Katar und Kasachstan machen mit. Dabei fallen die IBANs je nach Staat unterschiedlich lang aus, hier ein paar Beispiele:
- Österreich: 20 Stellen
- Deutschland: 22 Stellen
- Schweiz: 21 Stellen
- Irland: 22 Stellen
- Spanien: 24 Stellen
- Monaco: 27 Stellen
- Mauritius: 30 Stellen
- Saint Lucia: 32 Stellen
So gesehen haben wir Österreicher es mit unseren 20 Stellen noch ziemlich gut und können uns etwas leichter orientieren. Und die zunehmende Digitalisierung sämtlicher Zahlungsvorgänge trägt ihr Übriges dazu bei, dass sich möglichst viele Menschen an die IBAN gewöhnen.
Häufig gestellte Fragen
Wie lang ist die österreichische IBAN?
Die österreichische IBAN hat immer genau 20 Zeichen: AT + 2 Prüfziffern + 5 Stellen Bankleitzahl + 11 Stellen Kontonummer.
Brauche ich für Überweisungen auch die BIC?
Innerhalb des SEPA-Raums (EU, EWR, Schweiz) reicht die IBAN aus. Die BIC ist nur noch für Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums erforderlich.
Was passiert bei einer falschen IBAN?
Die Prüfziffern ermöglichen eine automatische Validierung. Bei Tippfehlern wird die Überweisung in der Regel abgelehnt. Existiert die eingegebene IBAN jedoch zufällig, kann das Geld an einen falschen Empfänger gehen.