| Hauskredit in Österreich – Das Wichtigste auf einen Blick | |
|---|---|
| Typische Form | Annuitätendarlehen mit gleichbleibenden Monatsraten |
| Empfohlenes Eigenkapital | mindestens 20–30 % der Kaufsumme |
| Nebenkosten | ca. 10–12 % des Kaufpreises |
| Zinsbindung | fix (z. B. 10, 15, 20 Jahre) oder variabel |
| Sicherheit | Hypothek (Eintragung ins Grundbuch) |
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Wer sich den Traum vom eigenen Haus verwirklichen möchte, der muss in der Regel eine gewisse finanzielle Stärke vorweisen können. Nur die wenigsten Österreicher können das aus eigener Kraft, sodass ein Hauskredit bzw. eine Immobilienfinanzierung in Anspruch genommen wird. Hierbei handelt es sich um eine Unterstützung beim Kauf oder Bau einer Immobilie, mit welcher der Traum vom Eigenheim leichter erfüllt werden kann. Zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang unbedingt ein Hauskredit-Vergleich. Gleichzeitig sollten Kreditnehmer die verschiedenen Faktoren wie Zinsen, Laufzeit und Nebenkosten genau prüfen.
Was genau ist ein Hauskredit?
Der Hauskredit hat in Österreich viele Namen und wird zum Beispiel auch als Immobilienkredit, Immobilienfinanzierung oder Baukredit bezeichnet. Im Prinzip ist die Definition damit schon geliefert, denn dieser Kredit kann für den Bau oder Erwerb einer Immobilie verwendet werden. Privatpersonen sollten sich vor der Aufnahme eines Hauskredites allerdings gründlich informieren und vor allem die unterschiedlichen Angebote vergleichen. Zusätzlich dazu sind zahlreiche Faktoren zu betrachten, um den besten Hauskredit ausfindig machen zu können. Immer im Hinterkopf behalten sollten die Kreditnehmer dabei, dass durch clevere Recherche oftmals viel Geld gespart werden kann. Es lohnt sich also, sich mit dem Thema detailliert zu beschäftigen.
Was muss ich zum Hauskredit wissen?
Generell wird der Hauskredit als sogenanntes Annuitätendarlehen ausgezahlt. Das bedeutet also, dass der Kreditnehmer eine feste monatliche Rate zahlt, welche über die gesamte Laufzeit des Kredits identisch bleibt. Böse Überraschungen bleiben somit aus, falls sich Zinsen oder Gebühren im Laufe der Jahre ändern. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Punkte, die im Rahmen eines Hauskredites unbedingt beachtet werden sollten:
- Rate
- Laufzeit und Zinsen
- Sondertilgungsmöglichkeiten und Kosten
- Sicherheiten/Eigenkapital
Raten: Genaues Kalkulieren hilft
Für Kreditnehmer interessant sind bei einem Hauskredit natürlich die monatlichen Raten, mit denen der Kreditbetrag zurückgezahlt werden kann. Hier sollte unbedingt genau kalkuliert werden, denn ansonsten kann die monatliche Belastung die eigenen finanziellen Mittel möglicherweise schnell übersteigen. Es empfiehlt sich, die Raten möglichst so anzupassen, dass immer noch ein Puffer am Ende des Monats zurückgehalten werden kann.
Tipp: Gerade in Zeiten niedriger Zinsen sollten etwas höhere Raten angepeilt werden. Das lohnt sich besonders, wenn bei der Anschlussfinanzierung möglicherweise höhere Zinsen in Kauf genommen werden müssen.
Laufzeit und Zinsen: Eine wichtige Kombination
Neben den monatlichen Raten sind die Laufzeit und die Zinsbelastung während der Kreditphase ebenfalls besonders relevant. Zu den Zinsen lässt sich dabei generell erwähnen, dass Österreicher zwischen einer festen Verzinsung und einer variablen Verzinsung wählen können:
- Fester Zinssatz: Orientiert sich am aktuellen Markt und wird für die gesamte Laufzeit oder eine bestimmte Zinsbindungsfrist (z. B. 10, 15, 20 Jahre) vereinbart.
- Variabler Zinssatz: Orientiert sich dauerhaft am Niveau des Marktes (meist am EURIBOR) und kann sich während der Laufzeit ändern.
Folgerichtig ist es clever, in einer Niedrigzinsphase einen Vertrag mit einem festen Zinssatz abzuschließen – im Idealfall mit einer langen Zinsbindung. Sind die Zinsen aktuell hingegen auf einem hohen Niveau oder werden in der Zukunft deutlich sinken, kann sich die variable Verzinsung mehr lohnen.
Sondertilgungsmöglichkeiten und Kosten
Kostenfreie Sondertilgungen können während der Kreditlaufzeit einen deutlichen Vorteil bringen. Mit diesen zusätzlichen Rückzahlungen wird die Belastung gesenkt, ohne dass hierfür Gebühren berechnet werden. Allerdings ist dies nicht bei jedem Vertrag der Fall, weshalb Kreditnehmer die Angebote gerade in dieser Hinsicht genauestens vergleichen sollten.
Ebenfalls ein wichtiger Punkt sind die Nebenkosten beim Immobilienkauf. Gerade bei einer Immobilie fallen diese recht hoch aus:
| Kostenart | Höhe |
|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % des Kaufpreises |
| Grundbucheintragung (Eigentumsrecht) | 1,1 % des Kaufpreises |
| Grundbucheintragung (Pfandrecht/Hypothek) | 1,2 % der Kreditsumme |
| Notarkosten/Vertragserrichtung | 1–3 % (verhandelbar) |
| Maklercourtage | bis zu 3 % + USt (bei Kauf) |
| Bearbeitungsgebühr der Bank | 0–3 % der Kreditsumme |
Als Faustregel gilt, dass rund 10 bis 12 Prozent des Kaufpreises als Nebenkosten einkalkuliert werden sollten.
Sicherheiten und Eigenkapital
Banken haben bei derartigen Kreditgeschäften immer einen gewissen Handlungsspielraum. Im Detail bedeutet das: Je geringer das Risiko für die Bank ausfällt, desto bessere Konditionen werden dem Kreditnehmer geboten.
Bei einem Hauskredit kann dieses Risiko zum Beispiel durch das sogenannte Eigenkapital gemindert werden. Eigenkapital wird vom Kreditnehmer eingebracht, um so den Kreditbetrag insgesamt geringer zu halten. Die Bank bewertet Eigenkapital generell positiv und kann so die Zinsen bzw. Raten während des Kredites verringern.
Generell sollte in Österreich bei einem Hauskredit oder einer Immobilienfinanzierung ein Eigenkapital von mindestens 20 bis 30 Prozent eingebracht werden. Je höher dieses ausfällt, desto besser sind allerdings auch die Konditionen. Es lohnt sich daher, möglichst einen großen Eigenkapitalanteil in das Kreditgeschäft einzubringen.
Als Alternative zum Eigenkapital werden aber beispielsweise auch andere Sicherheiten wie Wertpapiere oder Depots gewertet. Sollte es dann langfristig zu einem Zahlungsausfall beim Kreditnehmer kommen, kann die Bank die Sicherheiten veräußern und sich so ihr Geld zurückholen.
Der Hypothekarkredit
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Blick auf den sogenannten Hypothekarkredit. In diesem Fall verschafft sich der Kreditgeber dadurch Sicherheit, dass er beim Immobilienkauf mit ins Grundbuch eingetragen wird (Pfandrecht). Sollte der Kreditnehmer also nicht zahlen können, kann der Kreditgeber die Immobilie verkaufen. Aus dem Grundbuch gestrichen wird der Kreditgeber bei einem derartigen Kredit erst dann, wenn der Betrag vollständig zurückgezahlt wurde.
Hauskredit-Vergleich: Angebote vergleichen und zuschlagen
Anders als ein regulärer Ratenkredit wird ein Hauskredit in der Regel vor allem für größere Anschaffungen genutzt. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass eine hohe Kreditsumme aufgenommen werden muss. Aus diesem Grund ist es unbedingt ratsam, sich vor einem Abschluss über alle Details der Angebote zu informieren. Gleichzeitig sollte dann ein Hauskredit-Vergleich genutzt werden, der einen guten Überblick über den Markt verschafft.
Kreditnehmer sollten in diesem Zusammenhang übrigens immer auf eine möglichst unabhängige Beratung vertrauen und vielleicht nicht den Weg in die nächste Bank aufsuchen. Immerhin ist die Bank stark daran interessiert, die eigenen Produkte zu vertreiben, und wird daher kaum mögliche Alternativen präsentieren. Online sieht es anders aus, denn hier lassen sich die unterschiedlichen Offerten für einen Hauskredit in Österreich transparent vergleichen und bewerten. Somit fällt es leicht, den passenden Kredit mit günstigen Konditionen zu entdecken.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Eigenkapital brauche ich für einen Hauskredit?
Empfohlen werden mindestens 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital. Zusätzlich sollten die Nebenkosten (ca. 10–12 %) aus Eigenmitteln bezahlt werden können. Eine Vollfinanzierung ohne Eigenkapital ist in Österreich nur in Ausnahmefällen möglich und mit deutlich höheren Zinsen verbunden.
Wie hoch sind die Nebenkosten beim Hauskauf?
Die Nebenkosten betragen in der Regel 10 bis 12 Prozent des Kaufpreises. Dazu gehören Grunderwerbsteuer (3,5 %), Grundbucheintragung (1,1 %), Notarkosten, Maklercourtage und Bankgebühren.
Fix oder variabel verzinst – was ist besser?
Das hängt vom aktuellen Zinsniveau ab. Bei niedrigen Zinsen empfiehlt sich eine lange Fixzinsbindung. Bei hohen Zinsen mit Aussicht auf Senkung kann ein variabler Kredit günstiger sein – allerdings mit mehr Risiko.
Kann ich einen Hauskredit vorzeitig zurückzahlen?
Ja, grundsätzlich ist das möglich. Bei variabel verzinsten Krediten ist die vorzeitige Rückzahlung meist kostenfrei. Bei Fixzinskrediten kann die Bank eine Pönale (Vorfälligkeitsentschädigung) verlangen – maximal 1 % der vorzeitig zurückgezahlten Summe.